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Dienstag, 10. November 2015

Kingsbarns Distillery - Die neue Whisky-Brennerei in Fife

Gebaut in der malerischen Küsengegend East Neuk südlich von St Andrews überblickt die Brennerei einen der bekanntesten Championship-Golplätze Schottlands.  Die Eröffnung der neuen Kingsbarns Distillery im Dezember 2014 wurde mit grosser Spannung erwartet, denn die Brennerei hat bereits eine beeindruckende Whisky-Verbindung vorzuweisen noch bevor der erste Tropfen produziert wurde. Denn Eigentümer ist die Wemyss Familie, die sich als unabhängige Abfüller bereits einen Namen gemacht haben und vornehmlich Vatted Malts nach Geschmacks-und Geruchsrichtungen abfüllten. Die Whisky Verbindungen der Familie reichen bis ins 19 Jahrhundert zurück, so ist es nicht verwunderlich,  dass man nun auch eigenen Whisky destillieren möchte. Beim funkelnagelneuen Besuchszentrum, mit dem man
unter anderem das zahlungswillige Golfpublikum aus der
Nachbarstadt St Andrews anziehen möchte, hat man finanziell nicht gespart und die alte East Newhall Farm aus dem Jahre 1800 glanzvoll umgebaut und zum Teil behutsam restaurauriert. Trotz des hochglanzpolierten, touristischen Anstrichs sind die Führungen überaus interessant. In Ermangelung eines gereiften Whiskies können momentan vor allem Wemyss-Abfüllungen verkostet warden.

East Newhall Farm, Kingsbarns, Fife, KY16 8QE Telephone 01333 451300, www.kingsbarnsdistillery.com, Führungen £8, Besuchszentrum Okt-März  täglich 10-17 Uhr
Die passende Whiskyreise "Die Jungen Wilden" finden Sie unter http://schottland-reise.com/reisen/neue-brennereien-schottland/.
 
 

Sonntag, 19. Juni 2011

Die Neue in Fife: Daftmill Distillery

Fife, der Landstrich auf der nördlichen Seite der Forth-Förde, hat seine eigene, neue Whisky-Brennerei: Daftmill. Diese haben wir uns an einem sommerlichen Juni-Wochenende angeschaut. Inmitten von Gerstenfeldern, in denen Mohnblumen flammen, an einem idyllischen Weiler liegt die Farm der Francis Familie, die 2005 zum ersten Mal zu destillieren begannen. Und das nach den pragmatischen Notwendigkeiten wie vor 200 Jahren. Im Sommer werden Gerste, Rüben, Kartoffeln angebaut, im Winter Whisky gebrannt. Der älteste Whisky ist mittlerweile 4 Jahre alt, soll aber erst nach 10 Jahren Reife in erstklassigen Fässern sein Publikum erfreuen.
Wir hatten glüchlicherweise die Ehre, einen “first fill bourbon casks” und einen ebensolchen aus dem Sherry Fass zu probieren. Letzterer erinnerte an Aberlours A' Bunadh und Gordon & MacPhail 12yo Imperial mit einem vollen, süßen, schwerflüssigen Körper. Er schmeckte ein wenig wie antike Ledersessel riechen in einer alten, staubigen, weisen Bibliothek. Mr.Cuthbert schien der Bourbon gereifte Malt mehr zu behagen, ist es doch sein erklärtes Ziel, die Tradition der leichten, fruchtigen Lowland Whiskies wiederzubeleben. Besuchen kann man die Brennerei nur auf Anfrage, kostenlos und unprätentiös, mehr zur Geschichte kann man nachlesen unter http://www.daftmill.com/.