Sonntag, 19. Juni 2011

Die Neue in Fife: Daftmill Distillery

Fife, der Landstrich auf der nördlichen Seite der Forth-Förde, hat seine eigene, neue Whisky-Brennerei: Daftmill. Diese haben wir uns an einem sommerlichen Juni-Wochenende angeschaut. Inmitten von Gerstenfeldern, in denen Mohnblumen flammen, an einem idyllischen Weiler liegt die Farm der Francis Familie, die 2005 zum ersten Mal zu destillieren begannen. Und das nach den pragmatischen Notwendigkeiten wie vor 200 Jahren. Im Sommer werden Gerste, Rüben, Kartoffeln angebaut, im Winter Whisky gebrannt. Der älteste Whisky ist mittlerweile 4 Jahre alt, soll aber erst nach 10 Jahren Reife in erstklassigen Fässern sein Publikum erfreuen.
Wir hatten glüchlicherweise die Ehre, einen “first fill bourbon casks” und einen ebensolchen aus dem Sherry Fass zu probieren. Letzterer erinnerte an Aberlours A' Bunadh und Gordon & MacPhail 12yo Imperial mit einem vollen, süßen, schwerflüssigen Körper. Er schmeckte ein wenig wie antike Ledersessel riechen in einer alten, staubigen, weisen Bibliothek. Mr.Cuthbert schien der Bourbon gereifte Malt mehr zu behagen, ist es doch sein erklärtes Ziel, die Tradition der leichten, fruchtigen Lowland Whiskies wiederzubeleben. Besuchen kann man die Brennerei nur auf Anfrage, kostenlos und unprätentiös, mehr zur Geschichte kann man nachlesen unter http://www.daftmill.com/.

Mittwoch, 13. April 2011

Neue Whisky-Destillerie auf Skye?

Auf unserer Fahrt durch den Sueden der Isle of Skye halten wir immer am Eilean Iarmain - einer kleinen Siedlung mit Hotel und der idyllischsten Aussicht der Insel - um zu sehen, wie weit die Plaene fuer eine neue Destillerie gediehen sind. Hier ist das Zuhause der Whiskyfirma Pràban na Linne (oder 'Gaelic Whiskies' wie er fuer Touristen genannt wird), die von dem Gaelisch-Enthusiasten Sir Ian Noble gegruendet wurde. Die Blends Tè Bheag und Mac na Mara sowie der Single Malt Poit Dhubh werden hier ohne Altersangaben abgefuellt und koennen vor Ort verkostet werden.

Pràban hat vor einigen Jahren eroeffnet, eine neue Whisky-Brennerei auf der Insel zu bauen, in der Naehe der Siedlung Torabhaig, die dem neuen Whisky ihren Namen geben wuerde. Dazu wollte man ein altes Farmgebaeude unweit des historischen Caisteal a' Chamais nutzen, der Bauantrag wurde bereits in Auftrag gegeben. Leider verstarb Ian Noble kuerzlich, so dass nun offern bleibt, wer und ob das Pràban na Linne-Rad weitergedreht wird. Fuer die laendliche Gemeinde auf Sleat sowie die gaelische Gemeinschaft in Schottlandwaere es sicher eine Bereicherung.

Lesen Sie den ganzen Artikel in englisch unter http://macnabracha.blogspot.com/

Mittwoch, 26. Januar 2011

Der Frauen neue Leidenschaft

Laut einer Umfrage verfallen mehr und mehr Frauen dem schottischen Lebenswasser. 35% der Frauen geben Whisky jedem anderen alkoholischen Getraenk Vorzug, 60% haben die Whisky-Leidenschaft durch ihren Partner entwickelt. 52% der Frauen geniessen Whisky nicht einfach als Spirituose sondern mit dem Gaumen eines Connaisseurs. Slainte meine Damen!
http://news.scotsman.com/scotland/Whisky39s-a-neat-female-choice.6701085.jp

Sonntag, 2. Januar 2011

Loony Dook


Loony Dook und First Footing sind zwei der Neujahrs-Traditionen. Blaugefrorene Gliedmassen, coole Jungs, verrueckte Weiber: Bilder vom eiskalten Baden in Edinburgh sind unter http://www.facebook.com/Schottland.Reise einsehbar. Beim Firstfooting zieht man traditionell mit einer Flasche Whisky, Kohle und Salz von Haus zu Haus.

Montag, 20. Dezember 2010

Das Weihnachtsrezept 2010: Truthahn mit Whisky

Hier ein leckeres Rezept zur Selbstbefreiung…(danke Friedemann!)

Man kaufe einen Truthahn von fünf Kilo (für sechs Personen) und eine Flasche Whisky. Dazu Salz, Pfeffer, Olivenöl und Speckstreifen. Den Truthahn mit Speckstreifen belegen, schnüren, salzen, pfeffern und etwas Olivenöl dazugeben. Ofen auf 200 Grad einstellen. Dann ein Glas Whisky einschenken und auf gutes Gelingen trinken.
Anschließend den Truthahn auf einem Backblech in den Ofen schieben. Nun schenke man sich zwei schnelle Gläser Whisky ein und trinke wieder auf gutes Gelingen. Den Thermostat nach 20 min. auf 250 Grad stellen, damit es ordentlich brummt. Danach schenke man sich drei weitere Whisky ein. Nach halm Schdunde öffnen, wenden und den Braten überwachn. Die Fisskieflasche ergreiffn unn sich eins hinner die Binde kippn.
Nach ‘ner weitern albernen Schunnde langsam bis zzum Ofen hinschlenderen uhd die Trute rumwenden. Drauf achtn, sisch nitt die Hand zu vabrennn an di Schaisss Ohfnduer. Sisch waidere ffuenff odda siehm Wixki innen Glas sisch unn dann unn so.
Di Drute weehrent drrai Schunn’nt (iss auch egal) waiderbraan un all ssehn Minud’n pinkeln. Wenn ueerntwi möchlisch, ssum Trathuhn hinkrieschn unn den Ohwn aus’m Viechziehn. Nommal ein Schlugg geneemign un anschliesnt wida fasuchen, das Biestrauszukriegn.
Den fadammt’n Vogel vom Bodn auffläsen unn uff ner Bladde hinrichten. Uffbasse, dass nitt Ausrutschn auff’m schaiss ffettichn Kuechnbodn. Wenn sisch drossdem nitt fameidn fasuhn widaaufssuschichtnodersohahahaisallesjaeeeehscheissegaaal!!
Ein wenig schlafen. Am nächsten Tag den Truthahn mit Mayonnaise und Aspirin kalt essen.

Viel Spass beim Nachkochen…

Montag, 29. November 2010

Montag, 18. Oktober 2010

Glenturret und das berühmte Huhn

Wir nutzen das herbstlich-goldige Wetter für einen Streifzug durch Perth - durch Kenmore (den 'grossen Kopf' von Loch Tay) und Glen Quaich. Die anglizierte Form von 'cuach' referiert treffenderweise auf die 'Trinkschale' mit der die Schotten ihren Whisky zu zeremonischen Gelegenheiten dranken. Ueber Tom na Moine - den kleinen Torfhügel - erreichen wir Glenturret, das Zuhause des "Famous Grouse". Den bekannten Blend findet man hier in allen Farben und Facetten und vor allem auf Eis. Wir probieren den 10yo, 40%, der nett ist aber nichts besonders im Gaumen hinterlässt. Dann erspähen wir den single cask 14yo, 59.7%. Erdig und süss, mit einem leicht öligen Abgang. Viel besser, auch wenn der Preis nicht gerechtfertigt ist.